Berichterstattung zum Fall

Aufklärung der Morde

Die Aufklärung der Morde an den genannten Opfern dauerte insgesamt mehr als 10 Jahre. Bis man schlussendlich die wahren Täter für die schrecklichen Taten finden konnte, waren diese bereits schon fast in Vergessenheit geraten. Die Familien mussten in dieser langen Zeit mit der schwerwiegenden Last von Ungewissheit und Zerrissenheit weiterleben.

Es ist wichtig anzumerken, dass die Polizei lange Zeit Tatbestände um rechtsextremistische und rassistische Motive gar nicht verfolgt hatte. Primär wurden die Familien als Verdächtige behandelt und von der Polizei verhört. Ein Zusammenhang zwischen den einzelnen Taten wurde nicht vermutet.

Erst Ende 2011 wurde endlich Klarheit um die Terrorakte eines ganzen Jahrzehnts geschaffen.

Auf Hinweis eines Zeugen konnte im November 2011 das Versteck von Uwe Mundtot und Uwe Böhnhardt gefunden werden, in welchem man die Mordwaffen (Pistole Typ Ceska), die entwendeten Dienstwaffen und Bekennervideos zu den einzelnen Taten auffand. Erst 2012 ging der Prozess um das Nazi Trio in Nürnberg los.

Quelle: Birgit Mair – „Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“ 5. Auflage 2021

Die Berichterstattung über die NSU-Morde – eine Medienkritik“, Otto-Brenner-Stiftung,2012

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