
İsmail Yaşar wurde 1955 im türkischen Dorf Alanyurt geboren. Mit 23 Jahren kam er nach Deutschland, wo er später seine Ehefrau kennenlernte. 1988 heirateten sie und gründeten eine Familie mit einer Tochter und einem Sohn. Die Familie lebte in Nürnberg.
İsmail Yaşar arbeitete zunächst in einer Metallfabrik und einem Kabelwerk im Stadtteil Eibach. Später machte er sich selbstständig: Er betrieb eine Änderungsschneiderei, einen Second-Hand-Laden und verkaufte türkische Lebensmittel.
Im Jahr 2000 eröffnete er seinen eigenen Dönerimbiss – direkt gegenüber der Schule seines Sohnes. Der Laden wurde ein fester Treffpunkt in der Nachbarschaft.
İsmail Yaşar engagierte sich im türkischen Freizeitverein Nürnberg Süd e.V. und war bei vielen Menschen wegen seiner Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft sehr geschätzt.
Quelle: Birgit Mair – „Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“ 5. Auflage 2021